Die Grundeinkommens-Netzwerke sind auf vier Ebenen aktiv:

Link zur KAB-Berlin


1) Weltweit: the Basic Income Earth Network (BIEN) [basicincome.org](English),
mit Sitz an der katholischen Universität in Leuven/Belgien.
Siehe auch: weltweites Grundeinkommen [Global Basic Income] aus den Niederlande.
Ein Gesetzlich Garantiertes Grundeinkommen gibt es z.B. schon in [Alaska] und [Brasilien].


2) Europaweit: the Basic Income European Network [www.etes.ucl.ac.be/BIEN/BI/Definition.htm](English),
mit Sitz an der katholischen Universität in Leuven/Belgien.
(Belgisches Netzwerk unter [www.basicincome.be] mit [Forum].)


3) Deutschlandweit: deutsches Netzwerk Grundeinkommen [grundeinkommen.de].
Das Netzwerk betreibt ein Grundeinkommen-Info, [Newsletter] und [Terminkalender] für seine Mitglieder (u.a. 170 Berliner/innen = 16 %).
Der BDKJ ist als Organisation Mitglied. Die (Berliner-)KAB leider noch nicht!
Omer Viaene (KAB-Webmaster) ist persönliches Mitglied im Netzwerk Grundeinkommen.
Nicht nur die Berliner KAB ist beim Grundeinkommen aktiv [google].
Birgit Zenker (KAB-Bundesvorsitzende) ist Mitglied im Sprecherkreis (=Vorstand).
Ralf Welter der KAB-Aachen ist Mitglied mit einem eigenen Grundeinkommensmodell [Buch] [Kurzfassung] [ausführlich].
Das Aachener Grundsicherungsmodell kann als kurzfristig durchsetzbarer HARTZ IV Reform interpretiert werden, mit dem Fernziel eines Grundeinkommens (vielleicht in etwa 30 Jahren !). Wir können und möchten aber nicht Sooo lange warten.

Das deutsche Netzwerk Grundeinkommen hat inzwischen über 1.000 Mitglieder die das Grundeinkommen befürworten ... [Mitglied werden].
Die Befürworter/innen kommen aus allen Schichten und politischen Richtungen. Bei kaum einem anderen Thema lassen sich sowohl unter den Gegner/innen als auch unter den Befürworter/innen so viele unterschiedliche politische Ideologien finden.
Ganz neu (und anscheinend noch nicht ausgereift) ist der Vorschlag "Solidarisches Bürgergeld" aus den Reihen der CDU [Althaus]


4) Regional: die Berliner Initiative bedingungsloses Grundeinkommen (Ini-BGE),
die zum Diskutieren ein Email-Forum betreibt und sich an jedem letzten Dienstag des Monats um 18 Uhr im Mehringhof/Gneisenaustraße trifft.


Die Idee des Grundeinkommens [sozialimpulse.de]. "Grundeinkommen für alle" [Plakat].
Wozu Grundeinkommen heute notwendig ist [Wohlgenannt/Wien].
Das bedingungslose, garantierte Grundeinkommen soll: Einen individuellen Rechtsanspruch darstellen, ohne Bedürftigkeitsprüfung ausgezahlt werden, keinen Zwang zur Arbeit bedeuten und existenzsichernd sein im Sinne der Sicherung einer gesellschaftlichen Teilhabe.

Es kommt darauf an, bedingt durch die Würde des Menschen [Soziale Agenda], ein gesellschaftspolitisches Klima zu schaffen, in dem zumindest SCHRITTE in Richtung unserer vier Kriterien möglich werden, ein auf Perfektion abstellendes Gesamtmodell ist einstweilen eher zweitrangig !
Das Rentenmodell der KAB wäre z.B. einem kleinen Schritt in diese Richtung [erste Stufe im Rentenmodell = Sockelrente]. Auch ein Mindestlohn oder Kombilohn wäre (trotz berechtigter Kritik) ein Schritt in dieser Richtung.
(Höhe des ALG II anheben, kein Arbeitszwang/ keine zwangsweise "Vermaßnahmung", weg von den Bedarfsgemeinschaften und hin zu einem individuellen Anspruch, keine Bedürftigkeitsprüfungen, welche die Privatsphäre verletzen, usw.)

Arbeit muss sich wieder lohnen! Und das erst recht bei Menschen ohne bzw. mit geringem Einkommen, denn gerade da ist jeder Euro relativ gesehen viel mehr Wert und vielleicht überlebenswichtig. Bei Hartz IV werden Zusatzverdienste angerechnet. Daher lohnt es sich für viele nicht einen Job, (wenn sie dann einen finden und bekommen könnten) auf dem ersten Arbeitsmarkt aufzunehmen [Politikerscreen].
Beim Grundeinkommen, welches jede/r in gleicher Höhe bekommt, ist Zusatzverdienst in beliebiger Höhe möglich (und wird auch nicht angerechnet).

Darüber hinaus ermöglicht das Grundeinkommen auch die Freiheit eine für die Gesellschaft zwar wichtige, aber nicht bezahlte Arbeit ehrenamtlich zu übernehmen. Arbeit gibt es genug! Wieso gibt es schon jetzt in Deutschland fast genau so viele ehrenamtlich Tätige wie sozialversicherungspflichtige Beschäftigte? Der Mensch möchte von Natur aus einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen [Fromm] und nicht wegen seiner Existenzsicherung irgend eine Arbeit zwangsweise ausführen müssen (z.B. in Kohlegruben, Fließbändern oder vielleicht in der Rüstungsindustrie) [Liebermann]. In der Bürgergesellschaft muss die Politik Macht teilen können [BM].

Selbständige bzw. Unternehmer/innen könnten ruhiger schlafen und eher eine/n Bewerber/in annehmen wenn sie die Gewissheit haben, dass bei evtl. Fehlschlägen, ihre Existenz gesichert ist. [Bericht aus Österreich] (nur das Abstract ist English)

Hochschulabsolventen könnten die zum Standard gewordene "Übergangsarbeitslosigkeit" besser überbrücken. Fast 40 Prozent der Absolventen führen nach Beendigung ihres Studiums noch ein Praktikum durch, davon fast die Hälfte ein unbezahltes. [siehe Studie der Hans-Böckler-Stiftung]

Mögliche Finanzierungsmodelle gibt es bereits viele. Dazu sei es nötig, dass auf alle Einkünfte Steuern gezahlt werden und die Arbeitseinkommen gegenüber dem Kapital entlastet werden. Eine kleine Übersicht gibt z.B. der Beitrag von [Martin Wilke].
Eine flexibel einsetzbare Berechnungsgrundlage bietet das [Ulmer Transfergrenzen-Modell] als [EXEL-Tabelle].

Wo bleibt der Reichtum, der aus steigender Arbeitsproduktivität, Ausbildung und Wissen von Millionen Erwerbstätigen, aus der Einführung immer neuer Technologien, aus weltweiter Arbeitsteilung, modernen Organisationsstrukturen und neuen Betriebsweisen erwächst? [Klein].

Ausführliche Infos unter [archiv-grundeinkommen.de]. Bei [Google] gibt es über 700.000 Fundstellen zum Grundeinkommen.
Verwandte Themen sind [Existenzgeld], [Bürgergeld] oder [negative Einkommensteuer] die sich nicht nur im Detail mehr oder weniger unterscheiden.